Zu wenig Futter! Sterben unsere Vogelarten bald alle aus?
13-12-2006 - Unsere heimischen Vogelarten sind bedroht! Prof. Dr. Peter Berthold (67), ehemaliger Direktor des Max-Planck-Instituts für Ornithologie: „Kamen vor 100 Jahren auf jeden Einwohner mindestens drei Singvögel, ist es bald nur noch einer!”
Grund: „Unsere Vögel finden nicht mehr ausreichend Wildkräuter und Insekten - sind dringend auf unser Zufüttern angewiesen!” Berthold: Nicht mal einen Euro geben wir im Jahr für Vogelfutter aus - schon mit fünf Euro könnten wir die Bestände erhöhen.”
Seine Tipps*: - Von September bis Mai Meisenknödel und Streufutter geben. - Aus Rindertalg (Metzger), Weizenkleie, Nüssen, Rosinen und Sonnenblumenkernen selbst Knödel formen oder in Blumentöpfe füllen, als Futterglocke aufhängen. - Praktischer als Vogelhäuschen: „Futter-Silos” (ab 10 Euro). In den Röhren ist das Futter windgeschützt, vor Tauben sicher. - Keine Angst vor Überfütterung! Vögel sind instinktgesteuert, nehmen nur, was sie brauchen. Sie verlernen nie, Futter zu suchen.
* Mehr Infos in „Vögel füttern - aber richtig"
Bild, Katharina Wolf
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