Igel

Über den Europäischen Igel

Der Europäische Igel (Erinaceus europaeus) gehört zu den beliebtesten Wildtieren in unseren Gärten. Mit seinem rundlichen Körper, der spitzen Schnauze und den charakteristischen Stacheln ist er unverwechselbar. Ein ausgewachsener Igel trägt zwischen 5.000 und 7.000 Stacheln auf Rücken und Kopf, die ihm als wirksamer Schutz vor Fressfeinden dienen. Jungigel kommen mit etwa 100 weichen, hellen Stacheln zur Welt. Bereits nach wenigen Wochen besitzen sie rund 2.000 Stacheln.

Im Gegensatz zu vielen anderen Säugetieren läuft der Igel auf seinen Fußsohlen. Er ist vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv und legt auf der Suche nach Nahrung oft mehrere Kilometer zurück. Tagsüber versteckt er sich in dichtem Gebüsch, unter Hecken oder in Laubhaufen. Im Herbst frisst er sich eine Fettschicht an, bevor er den Winter in einem geschützten Nest verschläft.

Futter für Igel

Möchtest du Igel in deinem Garten unterstützen? Igel sind reine Insektenfresser. Auf ihrem Speiseplan stehen Käfer, Raupen, Ohrwürmer, Würmer und andere wirbellose Tiere. In trockenen Sommern und vor dem Winterschlaf kann ein zusätzliches Futterangebot hilfreich sein.

Geeignet sind spezielles Igelfutter oder ungewürztes, fleischhaltiges Nassfutter für Katzen sowie immer eine flache Schale mit frischem Wasser. Milch solltest du Igeln nicht anbieten, da sie diese nicht vertragen und davon krank werden können.

Behausungen für Igel

Igel brauchen geschützte Rückzugsorte, um tagsüber zu ruhen und sicher zu überwintern. In naturnahen Gärten nutzen sie dafür Laubhaufen, Totholz, dichte Hecken oder Reisighaufen.

Ein spezielles Igelhaus bietet zusätzlichen Schutz – sowohl als Tagesversteck als auch als Winterquartier. Stelle es an einem ruhigen, schattigen und möglichst trockenen Platz unter Sträuchern oder Hecken auf und bedecke es im Herbst mit Laub und Zweigen. Kleine Durchgänge im Gartenzaun helfen Igeln außerdem dabei, auf ihren nächtlichen Wanderungen verschiedene Gärten zu erreichen.

Futter für Igel arrow-right

Bildergalerie

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Spezifikationen

Wissenschaftlicher Name
Erinaceus europaeus
Familie
Erinaceidae
Verbreitung/ Lebensraum
Der Igel lebt in Österreich vor allem in strukturreichen Kulturlandschaften, an Waldrändern sowie in Parks und naturnahen Gärten mit Hecken, Gebüschen und Wiesen. Besonders häufig ist er in tieferen und mittleren Lagen anzutreffen. Geschlossene Nadelwälder und hochalpine Gebiete oberhalb der Baumgrenze bieten ihm dagegen kaum geeigneten Lebensraum.
Ernährung
Igel ernähren sich von Schnecken, Insekten, Larven, Würmern, manchmal Jungvögeln, Fröschen und Mäusen. Außerdem fressen sie noch Obst und Sämereien.
Höhe
25cm
Gewicht
1000g
Lebenserwartung
1 - 10 Jahre
Brutzeit
Mai-Juli
Nistverhalten
Er sucht sich zum Nestbau ein ruhiges Plätzchen, verborgen in dichter Vegetation. Er schafft trockenes Laub, Moos und Gras heran, wühlt alles in seinem Unterschlupf und dreht sich so lange, bis ein kugeliger Innenraum entstanden ist. Geeignete Plätze sind in der Natur jedoch immer schwieriger zu finden. Auch ein von Menschen erstelltes Igelwohnhaus oder Igelkörbe sind eine Option als Nest.
Klang
Igel können für ihre heimliche Lebensweise überraschend laut sein. Bei der Nahrungssuche hört man häufig Schnüffeln, Schnauben, Grunzen und Rascheln. Während der Paarungszeit können die Tiere besonders laut schnaufen und schnauben. Junge Igel geben zudem hohe Quietsch- oder Pfeiflaute von sich.
Merkmale
Das Stachelkleid: ein ausgewachsener Igel besitzt 5000 bis 8000 Stacheln. Bei Gefahr rollt sich der Igel zu einer Kugel zusammen und richtet seine Stacheln auf. Igel sind von Natur aus Einsiedler. Sie beschränken sich auf die biologisch notwendigen Dinge, wie Paarung. Dank menschlicher Unterstützung kann ein Igel bis zu 10 Jahre alt werden. Igel können sich sehr schnell an Menschen gewöhnen. Wenn ein Igel von Menschen versorgt wird, wird er nach einer Zeit sehr zahm. Erstaunlicherweise können Igel verschiedene Personen anhand der Stimme und dem Geruch unterscheiden. Auch den Unterscheide zwischen Freund und Feind lernen sie sehr schnell. Gegenüber Fremden, Hunden und Katzen sind sie viel zurückhaltender. Fühlt sich ein Igel bedroht, dann rollt sich der Igel, dank einem starken Muskel der über den ganzen Rücken läuft zu einer Kugel zusammen oder richtet seine Stacheln auf um empfindliche Körperteile zu beschützen. Ein Igel der sich aufrollt, braucht 5 bis 10 Minuten um sich wieder zu entspannen.
Nachwuchs
Wenn die Paarungszeit vorbei ist und die Jungen in Anmarsch sind, verjagt das Weibchen das Männchen. Nach vier bis fünf Wochen Tragzeit bringen die Weibchen 2 bis 7 Junge zur Welt. Die Jungen sind taub, blind und hilflos.

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Häufig gestellte Fragen zum Igel

Wann hält der Igel Winterschlaf?

Etwa von November bis April hält der Igel Winterschlaf. Seine Körpertemperatur sinkt dabei von ungefähr 35 auf rund 5 Grad, und er verliert etwa 30 Prozent seines Gewichts. Zwischendurch wacht er kurz auf. Ein Igelhaus unter einem Strauch oder ein großer Laubhaufen bietet einen sicheren Platz zum Überwintern.

Was darf man einem Igel füttern?

Spezielles Igelfutter oder fleischhaltiges Katzenfutter eignet sich, zusammen mit einer Schale Wasser. Gib niemals Milch oder Brot, davon können Igel ernsthaft krank werden. Vor allem im Herbst ist Zufüttern sinnvoll, weil der Igel dann Fettreserven für den Winterschlaf aufbauen muss.

Wie macht man den Garten igelfreundlich?

Sorge zunächst für einen Durchgang von 13 mal 13 Zentimetern im Zaun, damit Igel von Garten zu Garten wechseln können. Lass außerdem eine wilde Ecke mit Laub und Zweigen liegen, verwende kein Schneckenkorn und stelle ein Igelhaus an einen geschützten Platz. Bei einem Teich sollte eine flache Ausstiegshilfe vorhanden sein.

Wie viele Junge bekommt ein Igel?

Pro Wurf werden meist 5 bis 8 Junge geboren, gewöhnlich zwischen Mai und Juli. Sie kommen blind und taub mit etwa 100 weichen Stacheln zur Welt. Nach fünf Wochen haben sie bereits ungefähr 2.000 Stacheln. Erst nach etwa einem Jahr sind junge Igel ausgewachsen.

Ist der Igel geschützt?

Ja. Igel sind in Österreich naturschutzrechtlich besonders geschützt. Sie dürfen nicht beunruhigt, gefangen oder der Natur entnommen werden, außer wenn sie offensichtlich verletzt, krank oder anderweitig pflegebedürftig sind.