Schleiereule

Schleiereule

Die Schleiereule zählt zu den weltweit am weitesten verbreiteten Eulen. Sie jagt nur bei Dunkelheit. Dabei fliegt sie zielsicher und gespenstisch-lautlos und kann in stockfinsterer Nacht ihre Beute beim leisesten Geräusch perfekt nach dem Gehör orten. Ihre Tagesschlafplätze sowie Brutplätze befinden sich innerhalb menschlicher Siedlungen auf Dachböden, in Scheunen, Kirchtürmen und Ruinen. Die Schleiereule hat es schwer und dies hat in erster Linie damit zu tun, dass es immer weniger geeignete Brutplätze gibt.

Die Schleiereule ist eine sehr helle, langbeinige Eule, die keine Federohren aufweist. Auffällig ist ihr herzförmiges Gesicht und die verhältnismäßig kleinen, schwarzen Augen. Das Gefieder ist oberseits gelbbraun und unterseits weiß und ist mit dunklen Pünktchen überzogen. Sie besitzt lange spitze Flügel, die angelegt den Schwanz überdecken. Das Weibchen ist etwas größer als das Männchen.

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Lateinischer Name

Tyto alba

Größe

ca. 33 - 35 cm, Flügelspannweite 85 - 95 cm

Gewicht

ca. 300 - 350 g

Habitat

Schleiereulen kommen in Europa, Asien, Nordamerika, Afrika und Australien vor. Sie leben in enger Nachbarschaft zum Menschen und benötigen zur Jagd offene Landschaften, bevorzugt Dauergrünlandflächen.

Nest

Ein Nest baut die Schleiereule sich in hohle Bäume oder häufig auch in Gebäuden an störungsfreien und dunklen Stellen, auf Dach- und Heuböden und in Kirchtürmen und alten Bauwerken. Man kann diesen Tieren helfen, indem man ihnen einen speziellen Brutkasten an geeigneten Orten zur Verfügung stellt.

Brutzeit

Die Balzzeit beginnt Ende Februar. Die Eier werden ab Mitte April Mai gelegt. In mäusereichen Jahren kommt es häufig vor, dass Schleiereulen zweimal pro Jahr brüten. Das Nest besteht aus 3 - 12 Eiern. Nach 30 - 34 Tagen schlüpfen die Jungen, die nach ca. 60 Tagen das Nest verlassen. Die anfangs noch flugunfähigen Jungkäuze werden noch einige Zeit mit Nahrung versorgt und verlassen mit 3 Monaten das elterliche Revier.

Nahrung

Sie ernährt sich vorwiegend von Kleinsäugern wie Feld- und Spitzmäusen. Daneben werden auch Vögel und vereinzelt Amphibien, Reptilien und Großinsekten erbeutet. Unverdauliche Bestandteile wie Knochen und Haare werden in Form von so genannten Gewöllen ausgewürgt.

Klang

Der Ruf der Schleiereule ist deutlich zu hören - ein lang anhaltendes und plötzlich verstummendes Kreischen.
Beim Balzruf hört man schnarchende und gluckernde Laute.

Charakteristische Merkmale

Typisch für diese Art ist ihr herzförmiger, weißer Gesichtsschleier.

  •      Erst bei Dunkelheit beginnt für sie die Jagd nach ihrer Beute.
  •      Grosse Bestandesschwankungen: In strengen Wintern mit mangelndem
  •      Nahrungsangebot gehen die Bestände der Schleiereulen stark zurück. 

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