Tipps zur Auswahl und Verwendung von Nistkästen

Nistkästen und Nisthilfen für Gartenvögel - was ist zu beachten?

Wer in seinem Garten Nistkästen anbringt, hat anschließend viel Freude, wenn er die Vögel in ihrem Lebensraum beobachten kann. Gleichzeitig erfahren die Gartenvögel eine große Hilfe, denn die natürlichen Nistmöglichkeiten werden zunehmend geringer. Ackerflächen verschwinden, Löcher und Spalten in Gebäudewänden werden im Zuge von Restaurierungen verputzt. Defekte Dachziegel werden ausgewechselt und damit Schlupflöcher versperrt und auch alter Baumbestand mit Höhlen in den alten Stämmen nimmt ständig ab.

Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen zur Auswahl, Anbringung und Pflege eines Nistkastens.

Sie suchen noch einen Nistkasten?

Nistkästen sind in verschiedenen Materialien, Formen und Farben erhältlich. Wichtig ist, dass das Material beständig ist und den Vögeln gute Brutkonditionen bietet und dass das Kasteninnere groß genug ist. Aus diesem Grund arbeitet Vivara bei der Herstellung der Nistkästen mit Ornithologen und Naturorganisationen zusammen, um diese Aspekte zu gewährleisten.

  • Holz-Nistkästen
  • Woodstone Nistkästen

   

Wie sollte ein guter Nistkasten aussehen?

Grundsätzlich ist die Form eines Nistkastens eher nicht von Bedeutung. Sollte der Nistkasten für einen bestimmten Vogel zu groß sein, polstern die Tiere ihre Behausung mit Zweigen und Federn bedarfsgerecht aus. Ein Sitzstock ist überflüssig.

Ein guter Nistkasten sollte folgende Aspekte aufweisen:

  • solide Konstruktion
  • stabiles, dickwandiges Holz ohne Zwischenräume
  • einfache Reinigung
  • stabile Aufhängung/Befestigung
  • passende Einflugöffnung

Kaufen Sie bitte nicht wahllos irgendeinen Nistkasten. Beobachten Sie zunächst, welche Vogelart Sie in Ihrem Garten vorfinden. Die meisten Vivara Nistkästen wurden in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) entwickelt. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf dieser Produkte kommt den beiden Verbänden zugute.

 

Welche Öffnungsgröße ist für welchen Vogel geeignet?

Nistkasten aufhängen - Tipps
  • 28 mm: Besonders geeignet für u.a. kleine Meisen wie die Blau- und Tannenmeise
  • 32 mm: Besonders geeignet für u.a. große Meisen wie die Kohl- und Haubenmeise
  • 34 mm und oval: Besonders geeignet für u.a. den Feld- und Haussperling, den Kleiber, den Trauerschnäpper und den Gartenrotschwanz
  • 45 mm: Besonders geeignet für u.a. den Star und den Buntspecht
  • 80 mm: Besonders geeignet für u.a. die Hohltaube und die Dohle
  • 130 mm: Besonders geeignet für u.a. den Waldkauz
  • Halbhöhlen/ halboffen: Besonders geeignet für u.a. das Rotkehlchen, den Grauschnäpper, den Zaunkönig, die Bachstelze, die Amsel und den Hausrotschwanz

 

Tipps zum Aufhängen eines Nistkastens

  • Wichtig ist, dass Sie einen ruhigen Ort aussuchen, der für Katzen und andere Nesträuber nur schwer zugänglich ist. Mindesthöhe: 1,5 bis 2 Meter.
  • Achten Sie darauf, dass der Nistkasten an wind-, regen- und sonnengeschützter Stelle angebracht wird und ein freier Anflug, ohne Hindernisse, möglich ist.
  • Richten Sie die Einflugöffnung möglichst nach Norden, Nordosten oder Osten aus. Sollte dies nicht möglich sein, müssen Sie bitte unbedingt drauf achten, dass der Nistkasten tagsüber nicht in der prallen Sonne hängt.
  • Wenn Sie Ihren Nistkasten in der Nähe von Gebüschen aufhängen, helfen Sie jungen Vögeln, wenn diese ihre ersten Flugversuche machen. Äste und Zweige bieten gute Start- und Landemöglichkeiten, das Laub bietet guten Schutz.
  • Nistkästen mit offenen Fronten (Halbhöhlen, halboffene Nistkästen) sollten geschützt aufgehängt werden, um vor Räubern sicher zu sein. Kletterpflanzen, die die Nistkästen teilweise bedecken, sind hierfür ideal.
  • Die Anzahl der Kästen, die Sie aufhängen sollten, ist in erster Linie vom vorhandenen Futterangebot abhängig: Falls in Ihrem Garten ausreichend Nahrung, Wasser und reichlich Schutz und Deckung vorhanden sind, können Sie mehrere Nistkästen aufhängen.
Nistkasten aufhängen - Tipps
  • Hängen Sie für Mehlschwalben, Haussperlinge, und Mauersegler mehrere Nistkästen nebeneinander.
  • Positionieren Sie die Nistkästen nicht zu dicht beieinander. Nistkästen für verschiedene Vogelarten, zum Beispiel Blaumeise und Kohlmeise, müssen einen Abstand von minimal drei Meter haben. Nistkästen vom selben Typ sollten in mindestens 10 Meter Abstand voneinander aufgehängt werden.
  • Zur Befestigung an einem Baumstamm verwenden Sie am besten einen Aluminium-Nagel. Somit wird verhindert, dass der Baum Schäden davonträgt.
  • Füllen Sie den Nistkasten nicht mit Nistmaterial, wie Stroh oder Sägemehl.
  • Sollte der Nistkasten zwei Brutsaisons lang unbewohnt bleiben, hängen Sie ihn an einen anderen Platz.

 

Wann sollte man einen Nistkasten am besten aufhängen?

Es ist allseits bekannt, dass die Brutzeit der Gartenvögel in den Frühlingsmonaten stattfindet – jedoch ist dies nicht der einzige Zeitpunkt, an dem das Aufhängen eines Nistkastens sinnvoll ist. Denn auch im Herbst und Winter brauchen diese Tiere einen Unterschlupf.

Gerade in diesen Monaten können Sie Ihren Gartenvögeln helfen, indem Sie einen oder mehrere Nistkästen aufhängen. Denn damit bieten Sie den Vögeln Schutz vor Regen und ein behagliches Plätzchen in kalten Winternächten. Doch nicht nur das unwirtliche Wetter ist ein Grund, gerade im Herbst Nistkästen aufzuhängen: Die Gartenvögel lernen in dieser Zeit auch die Nisthöhlen der Umgebung kennen. Und viele Vögel kehren zur Familiengründung im Frühjahr gern an das Plätzchen zurück, in dem sie im Winter Unterschlupf gefunden haben. Wenn Sie also bereits im Herbst ein paar Nistkästen in Ihrem Garten aufhängen, ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass diese im Frühjahr bewohnt sind.

Einige Vogelarten fangen schon sehr früh mit dem Brüten an, zum Beispiel der Waldkauz. Hängen Sie daher für diese Vögel spätestens Ende Dezember einen Nistkasten auf. 

 

Vivara Nistkästen anschauen

 

Tipps zur Reinigung von Nistkästen

Nistkasten reinigen

Idealerweise reinigen Sie den Nistkasten nach dem Ausfliegen des letzten Jungvogels und vor dem nächsten Gelege. Haben Sie diesen Zeitpunkt verpasst? Dann warten Sie am besten bis zum ersten Nachtfrost im Herbst, wenn das im Nistkasten zurückgebliebene Ungeziefer in der Regel nicht mehr aktiv ist.

Vor der Reinigung sollte man den Nistkasten ein paar Tage beobachten, um zu schauen, ob er noch bewohnt ist. Kurz vor dem Reinigen sollte man bei dem entsprechenden Nistkasten noch einmal kurz ‘anklopfen’, sodass der mögliche Hauseinwohner gewarnt ist und seine Behausung verlassen kann. So erspart man dem Tier – und sich selbst – eine unliebsame Überraschung.

Wie der Nistkasten geöffnet wird, hängt vom jeweiligen Typ ab. Bei den meisten Nistkästen von Vivara muss ein Häkchen gelöst werden. Damit können Sie die Klappe oder Trennwand öffnen und das Kasteninnere problemlos reinigen.

Bei einigen Kästen unserer WoodStone-Serie müssen zwei Haken gelöst werden, um die gesamte Front öffnen und herausnehmen zu können. Andere Varianten werden mit einem Imbusschlüssel geliefert, mit dem die Schraube gelöst werden kann. Auch hier können Sie die gesamte Vorderseite des Kastens öffnen. Und zu guter Letzt gibt es noch die Modelle, bei denen oben eine Klappe geöffnet und das alte Nest von Hand entfernt werden muss.

Kunstnester für Schwalben brauchen normalerweise nicht gereinigt zu werden. Sollte jedoch eine andere Vogelart – z.B. Spatzen – das Nest besetzt haben, so entfernen Sie das Nistmaterial dieser Vögel und schon ist das Nest wieder bezugsfertig für ein Schwalbenpaar.

 

Wie kann man die Nistkästen am besten reinigen?

Säubern Sie den Nistkasten nach dem Entfernen des alten Nistmaterials einfach mit Wasser und einer festen Bürste. Benutzen Sie bei starken Verunreinigungen keinesfalls chemische Reinigungsmittel, sondern stattdessen etwas Sodalauge oder unseren umweltfreundlichen Multi-Reiniger. Nach dem Reinigen sollte das Kasteninnere gut austrocknen können.

 

Weitere Empfehlungen:

  • Zum Schutz vor Parasiten sollte die Reinigung draußen stattfinden. Um sich selbst zu schützen, sollte man bei der Reinigung Handschuhe tragen.
  • Mit dem Vivara-Metallschaber lässt sich bequem altes Nistmaterial aus Nistkästen entfernen.