Breitflügelfledermaus

Breitflügelfledermaus

Die Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus) besitzt ein relativ langes Rückenfell mit einer variablen Braunfärbung und eine gelbraune Unterseite. Die breiten Flügel, die kurzen dreieckigen Ohren und die Schnauze sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt.
Diese Fledermausart fliegt später aus als andere große Fledermäuse. 15 bis 20 Minuten nach Sonnenuntergang fliegt sie aus und jagt entlang Hecken, Bäumen, Straßenlampen und Häuser. Auch durch Gärten und entlang Waldränder fliegt sie gerne.

 

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Größe
Ca. 8 cm, Flügelspannweite: bis 38 cm

Habitat
Sie ist in fast ganz Europa, in Teilen Nordafrikas und Asiens verbreitet. Bevorzugt werden offene/halboffene Landschaften. Den Tag verbringen sie vor allem in Hausdächern oder in Gebäudespalten. Winterschlaf: von Oktober/November bis März/April.

Nest
Die Weibchen gebären in einer Wochenstubenkolonie von 10 bis 60 weiblichen Tieren ihre Jungen. Als Wochenstubenquartiere dienen Spalten an und in Gebäuden. In Südeuropa werden auch Baumhöhlen und Felsspalten bezogen. Die Männchen leben solitär oder in kleinen Gruppen und halten sich im Sommer in Gebäuden, unter Dächern und in Fledermauskästen auf.

Fortpflanzung
Die Paarung erfolgt im September und Oktober. Ab Mitte Juni bringt die Breitflügelfledermaus in der Regel nur ein Junges zur Welt. Bereits mit sechs Wochen sind die Jungtiere erwachsen und fliegen mit den Alttieren zur Jagd aus.

Nahrung
Die Breitflügelfledermaus erbeutet vorzugsweise große Käferarten, wie Mai- und Mistkäfer, aber auch Nachtfalter, Köcherfliegen und Mücken werden im Flug gefangen. Sie kann ihre Beute auch vom Boden und der Vegetation aufnehmen.

Klang
Die Ortungslaute der Fledermäuse sind für menschliche Ohren nicht hörbar. Mit dem Detektor lassen sich ihre Rufe gut wahrnehmen. Besonders typisch ist eine hohe Rufrate und ein sehr gleichmässiger Rhythmus mit mehr oder weniger regelmäßigen Auslassungen. Zirpende Abwehrlaute.

Charakteristische Merkmale

  • Sie gehört zu den größeren europäischen Fledermausarten.
  • Sie fällt durch ihren langsamen, schwerfälligen Flug auf.
  • Über die Winterquartiere der Breitflügelfledermäuse ist wenig bekannt. Vermutlich werden sommers wie winters Spaltenquartiere bezogen, wo sie gut versteckt und nur schwer zu entdecken sind. In den bekannten großen Fledermaus-Winterquartieren (Bunker, Keller, alte Stollen) findet man nur einzelne Breitflügelfledermäuse.
  • Die Art gilt als ortstreu. Die Jagdreviere befinden sich häufig nicht in allzu großer Entfernung von ihrem Schlafplatz.
  • Die Breitflügelfledermaus ist die am häufigsten von Tollwut infizierte Art. Das Übertragungsrisiko für den Menschen ist allerdings sehr gering.

 

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