Zwergfledermaus

Zwergfledermaus

Die Fellfärbung von Zwergfledermäusen (Pipistrellus pipistrellus) ist meist dunkelbraun, die Unterseite gelbbraun bis graubraun. Sie besitzt kurze Ohren und kleine schwarze Augen.
In der frühen Abenddämmerung fliegt die Zwergfledermaus aus und geht auf Nahrungssuche. Wie alle Fledermäuse benutzt sie zur Orientierung in der Dunkelheit und zum Beutefang ein spezielles Organ: das Echosonar. Hierbei sendet die Fledermaus Ultraschallaute aus und das zurückkehrende Echo wird mit den Ohren aufgefangen. Statt zu sehen, hören sie ihre Umwelt.

 

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Größe
Ca. 4,5 cm, Flügelspannweite: 25 cm

Habitat
Heimische Fledermausart, die in fast ganz Europa verbreitet ist, in Dörfern und Großstädten. Sommerquartiere: Mauerritzen, Spalten, Wandverkleidungen von Gebäuden, Fledermauskästen. Im Winter auch in Kirchen, alten Kalkbergwerken, tiefen Felsspalten.

Nest
Etwa ab Mai finden sich Fledermausweibchen zu mehreren in Spalten-Quartieren (Gebäudebrüter) zusammen, um in diesen Wochenstuben ihre Jungen zu gebären. In dieser Zeit leben die Männchen in Einzelquartieren. Helfen Sie den Fledermäusen einen geeigneten Platz zu finden indem Sie einen Fledermauskasten aufhängen.

Fortpflanzung
Mitte Juni/Anfang Juli werden ein bis zwei Junge geboren, die blind und nackt zur Welt kommen. Häufig sind es Zwillingsgeburten. Die Neugeborenen sind ungefähr so groß wie eine Hummel. Nach etwa 3 – 4 Wochen sind sie flugfähig.

Nahrung
Vorwiegend Mücken, kleine Käfer, Köcherfliegen, Nachtfalter und andere Fluginsekten. Die Zwergfledermaus jagt häufig im Siedlungsbereich, gern auch an Straßenlampen.

Klang
Bei Beunruhigung schrilles Zetern, aus besetzten Fledermauskästen oft leises Wispern hörbar. Die Ortungslaute sind für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbare, hohe Töne.

Charakteristische Merkmale
Die Zwergfledermaus unterscheidet sich vor allem durch ihre geringe Größe von anderen Fledermausarten. Darüber hinaus ist sie ein typischer Spaltenbewohner von Gebäuden.
Die Zwergfledermaus steht unter Naturschutz. Gefährdet ist sie vor allem durch den Einsatz von Insektiziden, was zur Nahrungsknappheit führt und zudem durch Renovierungs-Maßnahmen, wodurch immer weniger geeignete Unterschlüpfe zur Verfügung stehen. Sie können den Tieren helfen, indem Sie Fledermauskästen am Haus anbringen.

 

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