Schleiereule/ Dohlen Webcam

Wachstum, eine kurze Erläuterung - 28/05/2018

In Winterswijk befindet sich noch ein weiteres Dohlennest, in welchem fünf Küken grossgezogen werden. Das Alter dieser Küken stimmt mit dem Küken in Dongen in etwa überein, sodass man die Entwicklung des Kükens in Dongen anhand der Informationen aus Winterswijk ungefähr nachvollziehen kann. Eine kurze Zusammenfassung:

Dohlenküken wachsen erstaunlich schnell – wiegen Sie beim Schlüpfen gerade mal 10 g, sind es gute drei Wochen später bereits 200 g. Jeden Tag kommen circa 8 g hinzu. Ebenso entwickelt sich das Federkleid, die Augen öffnen sich und und und.
Die Küken sind nach dem Schlüpfen nackt und müssen warm gehalten werden. Gute zwei Wochen später kommen die ersten Federn der Handschwingen zum Vorschein, eine Woche später kann man bereits ein paar Zentimeter Länge verzeichnen. Auch Schwanzfedern und Schnabel entwickeln sich ähnlich schnell. So sieht die junge Dohle bereits nach zwei bis drei Wochen deutlicher nach „Dohle“ aus, statt nach einem nackten Küken.

Der Schnabel wirkt in der ersten Zeit unverhältnismässig gross (im Vergleich zum Kopf an sich), doch dies gleicht sich im Laufe der Zeit aus. Immerhin muss die Nahrungsaufnahme reibungslos vor sich gehen können, da ist ein grosser Schnabel, der weit geöffnet werden kann, äusserst hilfreich.

Das am stärksten auffallende Merkmal ist der Bauch. Dieser ist nackt, es wachsen keine Federn darauf – erst nach circa 25 Tagen entwickelt sich das entsprechende Federkleid. Wieso dies erst so spät geschieht, ist nicht klar. Gegebenenfalls könnte dies hygienische Gründe haben, denn so lange die Küken noch nicht stehen können, ist der Bauch in Kontakt mit allen, was auf dem Nestboden landet. Ein kahler Bauch ist einfacher sauber zu halten. Für die Wärmeisolation sind die Bauchfedern unnötig, denn die Nesteinrichtung ist entsprechend weich und warm.

Aktuelle Screenshots des Kükens- 25/05/2018

Die junge Dohle wird stets aktiver und traut sich mehr - so ist sie heute morgen gegen 7:45 Uhr aus dem Nest geklettert. Glücklicherweise ist es jedoch nach kurzer Zeit wieder zurückgekehrt.

 

Screenshots eingereicht von Elke K.

Küken macht sich prächtig - 22/05/2018

Langsam aber sicher entwickelt sich das Küken so, dass es immer mehr wie die Eltern aussieht. Wenn man die aktuellen Bilder mit den älteren Screenshots vergleicht, ist es offensichtlich, wie sehr sich die Grösse, Schnabel und Färbung verändert haben: Die ersten dunklen Federn erscheinen, der Schnabel wird grösser und kräftiger und die Augen haben sich sogar schon geöffnet.

Sobald die Eltern den Nistkasten mit Futter betreten, können wir das Küken deutlich sehen. Noch sind die Augen des Kükens dunkel und ähneln den hellblauen Augen der Elternvögel nicht, aber im Laufe der Zeit werden sich die Augen des Kükens  aufhellen. Aber warum heben Dohlen eigentlich so helle Augen, während ein Grossteil der krähenartigen Vögel diese nicht aufweisen? Lediglich der Eichelhäher kommt mit seiner Augenfarbe in die Nähe des Hellblaus der Dohlen. Genau erklären kann man es nicht, aber: eine helle Augenfarbe ist jedoch nicht nur schön anzusehen, sondern bringt einige Vorteile mit sich. Es wurden Studien ausgeführt, in welchen Bilder von Dohlen in Dohlennistkästen aufgehängt wurden. Bei einer Version manipuliert wurden naturgetreue Abbildungen verwendet, während bei einer Version die Augen verdunkelt wurden. Bei den Nistkästen mit der naturgetreuen Abbildung wurden weniger Besuche oder Erkundungsversuche anderer Dohlen wahrgenommen – der Nistkasten wurde weniger attraktiv. Es wird vermutet, dass die hellen Augen im dunklen Licht der Halbhöhle bzw. der Nistkästen stärker auffallen und so Eindringlinge schneller verscheuchen.

Screenshots eingereicht von Ingrid U., Elke K., Tanja K. und Martina L.. 

 

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Die Live-Webcams werden mit freundlicher Unterstützung des Projektes „Beleef de Lente“ der Vogelbescherming Nederland zur Verfügung gestellt (das Logo der Organisation finden Sie auch in den Übertragungen zurück). Das Projekt wird den Frühling über von Spenden und ehrenamtlicher Arbeit unterhalten.

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