Steinkauz Webcam

 

Nachkontrollen 23/06/2017

Jetzt, wo viele Küken ausfliegen oder ausgeflogen sind, ist es für die Steinkauzgruppen wichtig, sich ein Bild der Bruterfolgs zu machen. Hierzu werden Nachkontrollen der Nistkästen organisiert. Vergangenen Samstag fanden solche Nachkontrollen statt - diese zeigten nochmals die Wichtigkeit auf, denn in einigen Kästen wurden tote Küken gefunden.

Selektive Ergebnisse

Ein Nistkasten im niederländischen Heelweg war komplett leer - die fünf Jungen schienen alle erfolgreich ausgeflogen zu sein. Sie waren auch in dem passenden Alter und ein gutes Gewicht. Die Freude hierüber hielt jedoch nur kurz an, denn dann wurde festgestellt, dass sich kein Kot auf dem Ast unter dem Nistkasten befand - dies ist seltsam, da sich die Küken ein bis zwei Wochen vor ausfliegen oft auf nahe gelegenen Ästen aufhalten, wo sie auch gefüttert werden. Dies macht sich dann durch Kotspuren bemerkbar. Bei erneuter Inspektion des Kastens konnte keine aktuellen 'Wohnspuren' gefunden werden. Kurz: Es kann nicht sicher davon ausgegangen werden, dass die Küken wirklich ausgeflogen sind. Dasselbe gilt für die Aussage, dass das Gelege missglückt ist. Schwierig, Status 'unbekannt'.

Todesursache unbekannt

In de Heurne im niederländischen Aalten wurden bei der Kontrolle drei Küken im Alter von 35 Tagen erwartet. Stattdessen wurden in dem Kasten zwei tote Küken gefunden. An den Flügelabmessunge nwar erkennbar, dass diese zehn Tagen nachdem Beringen (im Alter von 24 Tagen), gestorben waren. Küken Nummer 3, so die erste Schlussfolgerung, war ausgeflogen. So wurde das Nest trotz Todesfällen noch als erfolgreich angesehen. Aber auch dieser Vorfall ist seltsam, weshalb weiter geschaut wurde. Bei einer Runde um den Baum, in dem sich der Kasten befand, wurde auch Küken Nummer 3 gefunden - es war ungefähr im selben Alter umgekommen als die beiden Geschwister. Die Frage ist: Warum? Man kann nicht einfach erraten, was die Todesursache ist - und auch das Nachfragen bei den Bewohnern des Gebietes ergab keine neuen Kenntnisse. Fressfeinde lag Der Tod durch Fressfeinde schien wenig wahrscheinlich; vieleicht waren die Eltern umgekommen und die Küken konnten nicht mehr versorgt werden? Es lässt sich wirklich nicht sagen.
In Barlo wurden neben drei kerngesunden Küken auch zwei Leichen aufgefunden. Beziehungsweise eine deutlich erkennbare Leiche und ein Rest. Bei der vorherigen Kontrolle schienen beide Küken etwas zu leicht zu sein - scheinbar hatten sie es trotz Hoffnung nicht geschafft.

Darum sind Nachkontrollen wichtig

Die drei Nachkontrollen hatten ergeben, dass die Nester nicht so erfolgreich waren, wie man angenommen hätte. Ohne Kontrolle wäre man von drei Nestern mit insgesamt dreizehn Küken ausgegangen - in der Realität war es ein vorläufig erfolgreiches Nest mit drei Küken. Hier handelt es ich jedoch eher um Ausnahmen, denn die meisten Nester sind erfolgreich - wie das Webcam-Nest in Dongen es auch ist . Aber es sind die Ausnahmen, die Aufschluss auf schlechte Territoriumsumstäande o.ä. geben.

 

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 Hinweis: Dieses Jahr haben wir zwei Steinkauz-Kameras, DO und WI (Die Abkürzungen stehen für die Standorte). Ob wohl in beiden Kästen gebrütet wird? 

Die Live-Webcams werden mit freundlicher Unterstützung des Projektes „Beleef de Lente“ der Vogelbescherming Nederland zur Verfügung gestellt (das Logo der Organisation finden Sie auch in den Übertragungen zurück). Das Projekt wird den Frühling über von Spenden und ehrenamtlicher Arbeit unterhalten. 

Highlights

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