Webcam-Blog: Waldkauz

Abschied - 26/04/2017

Am 25. April, gegen 21:24 Uhr, verliess das erste Küken den Nistkasten.Nachdem es noch eine leckere Maus von der Mutter bekommen hat, versuchte das Küken auf den nahen Ast zu hüpfen, hatte aber nicht genug Griff und ist etwas weiter unten gelandet. So können wir es leider nicht mehr vor der Kamera sehen. Einige Stunden später, am 26. April um 5:46 Uhr, folgte das zweite Küken dem Ruf nach draussen.

Jetzt werden die Küken nicht mehr zum Nistkasten zurückkehren - raus ist raus.Junge Eulen, die das Nest verlassen, werden nicht umsonst Ästlinge genannt - sie werden von den Eltern noch einige Zeit versorgt, bis sie selbst erfolgreich genug jagen können. Die Eltern bringen dem Nachwuchs noch die richtigen Techniken bei.

Wir wünschen ihnen alles Gute!

Hier noch zwei schöne Schnappschüsse der Kleinen:

 (Eines der Küken beim Hängen in der Öffnung bzw. Herausschauen, eingereicht von Melanie Gegi)

(Beim gemeinsamen Herausschauen, eingereicht vonTatjana Bender)

Ausfliegen oder nicht ausfliegen?- 24/04/2017

Zwischendurch konnten wir es sehen – ein Waldkauz-Küken das schon auszugsbereit im Nistkasteneingang sitzt. Noch sind aber beide Küken im Kasten, wobei es nicht mehr lange dauern wird, bis wir Abschied nehmen müssen. 
Die Küken schauen regelmässig nach draussen, aber vielleicht schreckt der Ausblick noch ein wenig ab. Haben die Küken einmal des Kasten verlassen, gibt es kein Zurück und wir können ihrem Werdegang nicht mehr gut weiter folgen. Ob wir sie noch ein Mal sehen, hängt davon ab, ob es Männchen oder Weibchen sind. Weibchen können noch weitere Male im Nistkasten angetroffen werden, Männchen hingegen sind generell weniger in Nistkästen anzutreffen (was ein Ablesen der Ringer ermöglicht) und die Ringe können somit auch weniger gut gelesen und registriert werden.

 (Screenshot eingereicht von Hella Schein)

Zwei Ausflugstheorien- 18/04/2017

Was ist die Zeit doch schnell vergangen. Heute, am 18. April, konnten wir schon 28 Tage lang das erste Küken und 26 Tage lang das zweite Küken beobachten. Viele spannende Tage, die deutlich gezeigt haben, wie schnell die kleinen Waldkäuze aufgewachsen sind – und die uns viele schöne und niedliche Momente beschert haben.
Noch ein paar Tage und die beiden Kleinen werden das Nest verlassen.

Eine Ausflugstheorie, basiert auf der Anzahl der Beutetiere 
Im Jahr 2015 hatten die beiden Küken 186 Beuten gefressen, bevor sie das Nest verlassen haben. Das entspricht 93 Beuten pro Küken.
Im Jahr 2016 hatten die drei Küken 271 Beuten gefressen, bevor sie das Nest verlassen haben. Das entspricht 90 Beuten pro Küken.
Bisher haben sie 156 Beuten gefressen – 78 pro Küken also (Stand 16.4.). 
Wenn man von dem Durschnitt 2015-2016 ausgehen, müssten noch 13,5 Beuten gefressen werden, um das Level zu erreichen. Bei einem Durchschnitt von 7 Beuten pro Tag kommen wir darauf aus, dass das erste Küken bereits am Donnerstag, den 20. April, den Nistkasten verlassen kann oder wird...

Eine weitere Ausflugstheorie, basiert auf Alter 
Im Jahr 2015 verliess das erste Küken das Nest an mit einem Alter von 35 Tagen. Das zweite Küken verliess ebenfalls mit einem Alter von 35 Tagen den Nistkasten
Im Jahr 2016 waren die Küken etwas jünger: 32, 33 und 33 Tage waren sie alt, als sie den Nistkasten verliessen.
Am 20. April, dem Datum, welches die “Beute”-Theorie suggeriert, wäre das ältere Küken 30 Tage und das jüngere Küken 28 Tage als. Im Vergleich zum Durchschnitt 2015-2016 (33,6 Tage) also ein wenig jung. 
Geht es dem Alter nach, so wären die Ausflugtage Montag, der 24. April, und Mittwoch, der 26. April.

Was wird dieses Jahr wohl ausschlaggebend sein? 
- die Anzahl der gefressenen Beuten?
- das Alter der Küken?
- das Gewicht der Küken?
- wenn die Eltenrn bestimmen, dass es Zeit ist?
- das Wetter, wenn die Küken aus dem Kasten klettern? 
- der Mut, das sichere Nest zu verlassen?

Wir werden es sehen!

Ringen: Resultate18/04/2017

Das Weibchen, welches dieses Jahr im Webcam-Nistkasten brütet, wurde 2015, genau in diesem Kasten beringt. Damals wog es 515 g und hat 2015 mit seinem Partner vier Jungen zur Welt gebracht. Da es zwei Jahre zuvor beringt wurde, wissen wir, dass das Weibchen minimal vier Jahre alt ist – aber es kann auch älter sein. Bisher hat es insgesamt acht Jungen zur Welt gebracht.

Die Jungen
Hier haben wir mit Widersprüchen zu tun. Hier die Daten pro Küken:

  • Älteres Küken: NLA 6.194.027, Gewicht 354 g, Flügellänge 152 mm.
  • Jüngeres Küken: NLA 6.194.028, Gewicht 359 g, Flügellänge 137 mm.

Bei jungen Waldkäuzen wird das „Ältersein“ nicht durch das Gewicht, sondern aufgrund der Flügellänge bestimmt. Man kann hier auch sehen, dass das jüngere Küken zwar schwerer ist, aber kürzere Flügel hat als das ältere Geschwisterküken. Das Geschlecht kann beim Ringen nicht durch äussere Feststellungen erfolgen. Bei Uhus und Wanderfalken ist die Geschlechtsbestimmung beim Ringen möglich – aber dies liegt daran, dass es bei ihnen strukturelle Unterschiede bei der Körpergrösse gibt (das Weibchen wächst schneller). Aber auch dies ist nicht 100% eindeutig oder sicher. Bei Waldkäuzen und Steinkäuzen ist bei Männchen und Weibchen beinahe kein Unterschied in der Grösse festzustellen, und es besteht auch kein Unterschied in der Wachstumsgeschwindigkeit.

Das übriggebliebene Ei
Das Ei, aus dem letztendlich kein Küken schlüpfte, war zwar richtig befruchtet und hatte auch ein recht weit gewachsenes Küken im Inneren. Wahrscheinlich ist durch ein Loch in der Schale das Innere zu schnell ausgetrocknet, wodurch die Schale so fest wurde, dass das Küken diese nicht durchbrechen und schlüpfen konnte.

 

Ringen- 13/04/2017

Am Freitag, den 14. April, werden die Küken um circa 19 Uhr mit Ringen versehen.

Hallo10/04/2017

Die Küken wachsen sehr gut und lassen sich von der besten Seite sehen! So wurde in den letzten Tagen auch mehr in Richtung Kamera geschaut, in Kameragegend genagt usw.

 (Screenshot eingereicht von Moritz Bassermann)

 

Fortschritt- 05/04/2017

In den letzten Tagen werden wir mit schönen Aufnahmen der Küken verwöhnt; regelmnässig sehen wir, wie sie sich strecken, wie sie versuchen, unter der Mutter hervorzukommen usw. Nun ist das ältere Küken zwei Wochen alt und wir konnten in der Zwischenzeit gut sehen, wie schnell die Küken wachsen. Mittlerweile ist das Älteste vier bis fünf Mal so gross geworden. Auch das Kinderbesteck wurde beiseite gelegt - die Mäuse können nun auch vollständig gefressen werden, ohne dass die Eltern diese zerlegen. Die hervorgewürgten GEwölle werden von der Mutter sorgfältig aufgeräumt, wenn sie selbst ausserhalb des Kastens ihre Morgen- oder Abendtoilette vornimmt.

Kein Küken Nr. 327/03/2017

Zur Zeit gibt es verschiedene Theorien bezüglich des noch vorhandenen Eis. Eine Theorie ist, dass aus dem dritten Ei noch ein Küken schlüpfen wird, wenn auch etwas spät. Die andere Theorie ist, dass daraus kein Küken mehr schlüpfen wird.

Wenn man sich die durchschnittliche Zeit der Ausbrütens anschaut, dann hätte das erste Ei (gelegt am 17. Februar) am 18./19. März schlüpfen sollen; das zweite Ei (19. Februar) schlüpfte am 21. März und das dritte Ei (gelegt am 22.Februar) am 23. März. Demzufolge wurden das zweite und dritte Ei 707 und 702 Stunden bebrütet. Stimmt diese Theorie nicht und es sind Küken aus den ersten beiden Eiern geschlüpft (statt aus dem Zweiten und Dritten), so hätte das Dritte in der Zwischenzeit auch schon schlüpfen müssen. [Stand: 26.3.17.]

Dass ein Küken nicht schlüpft, kann unterschiedliche Gründe haben. Gegebenenfalls wurde das ei nicht richtig befruchtet oder blieb anfangs zu lange unbebrütet. Sollte das Ei zum Zeitpunkt der Beringung der Jungen noch im Kasten vorhanden sein, wird es von den freiwilligen Helfern entfernt und dann untersucht, um mehr über die Gründe sagen zu können.

 

Küken Nummer 2- 24/03/2017

Am 23. März, gegen 16:40 Uhr, liess sich beobachten, wie das Weibchen mit einer Eierschale hantierte. Dies konnte nur eins bedeuten, nämlich, dass nach circa 760 Stunden Brüten, endlich das zweite Küken geschlüpft ist!

 

 

Das langsamste Küken überhaupt - 22/03/2017

Am 21. März hat das erste Waldkauzküken das Licht der Welt erblickt. Damit ist es das erste Küken des diesjährigen Webcamslaufs!

Am 20. März war abends, gegen 23 Uhr, schon das erste Loch im Ei zu erkennen. Trotzdem hat es mehr als 12 Stunden gedauert, bevor das Küken geschlüpft war. Damit ist es das Waldkauzküken, welches in den letzten drei Jahren Webcam-Projekt, am längsten gebraucht hat, um zu schlüpfen. Das erste Ei wurde am 17 Februar, um 9:50 Uhr gelegt. Geht man davon aus, dass das erste Küken aus diesem Ei geschlüpft ist, beträgt die Zeitspanne 32 Tage und circa anderthalb Stunden (769,5 Stunden).
Dies sind die Werte von 2016:
· Küken 1: 757 Stunden (31 Tage, 13 Stunden)
· Küken 2: 704 Stunden (29 Tage, 8 Stunden)
· Küken 3: 692 Stunden (28 Tage, 20 Stunden)


Der Durchschnitt lag 2016 also bei 718 Stunden Zeit zwischen Ei und Küken. Das erste Ei wurde länger ausgebrütet als die anderen, ein Unterschied von zwei Tagen und 17 Stunden zwischen dem ersten und dritten Ei.
Letztes Jahr liess sich beobachten, dass das Weibchen zwei Tage bevor das erste Ei gelegt wurde, mehr Zeit im Nistkasten verbracht hat. An dem Tag, an dem das erste Ei gelegt wurde, verbrachte es 73% der Zeit im Nistkasten. Dies erhöhte sich auf 93% und 9$% beim zweiten und dritten Ei. Es ist schwierig, sich vorzustellen, dass die paar Stunden mehr Brutzeit pro Tag so viel Unterschied machen!

 

Schon in vollem Gange - 20/03/2017

Schon bevor die Webcams live gingen, schien einiges im Nistkasten passiert zu sein. So warn dort bereits drei Eier gelegt worden! Ganz genau lässt sich der Legezeitpunkt nicht bestimmen, jedoch war das erste Ei bereits am 17. Februar von den Helfern gesichtet worden. Das zweite Ei wird dann vermutlich am Sonntag, den 20. Februar und das dritte Ei am Dienstag, den 21. Februar, gelegt worden sein.
Jetzt heisst es abwarten, denn die Brutzeit beim Waldkauz beträgt durchschnittlich 28 bis 30 Tage. In der Zwischenzeit wird sich so einiges an Beuteübergaben vom Männchen und Weibchen beobachten lassen sowie weiter Interaktionen miteinander, mit der Aussenwelt...Es bleibt also weiterhin spannend!

 

Die Live-Webcams werden mit freundlicher Unterstützung des Projektes „Beleef de Lente“ der Vogelbescherming Nederland zur Verfügung gestellt (das Logo der Organisation finden Sie auch in den Übertragungen zurück). Das Projekt wird den Frühling über von Spenden und ehrenamtlicher Arbeit unterhalten. 

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