Webcam-Blog: Weissstorch

Pigmentierung & Nahrung - 14/07/2017

Der Unterschied zwischen Eltern und Jungen ist noch immer gut zu sehen - zum Beispiel an der Farbe von Füssen und Schnabel. Es dauert noch ein wenig, ungefähr ein Jahr, aber dann werden auch Schnabel und Füsse der Jungen die bekannte, rote Farbe haben. Bei jungen Störchen sieht man oft auch noch einen braunen Punkt auf dem Schnabel.
Die rot-orange Farbe bzw. Pigmentierung des Schnabels entsteht durch Carotinoide im Futter. Menschen bekommen eine orange Farbe, wenn sie viele Möhren essen - Störche bekommen sie i.d.R. von Käferpanzern.

Der in den Niederlanden immer mehr vorkommende amerikanische Flusskrebs liefert auch einen Beitrag an die rote Färbung des Schnabels. Störche und Graureiher fressen diesen nämlich auch; in Gewölle von Störchen werden regelmässig Überreste von Krebsen gefunden. Jetzt, wo das Wetter oft nass ist, bilden Krebse eine einfache Beute - nicht nur für Vögel. Diese Krebssorte ist invasiv und entwickelt sich in manchen Gebieten zu einer regelrechten Plage. Denn er frisst alles auf - Wasserpflanzen und kleinere Wassertiere- und vermehrt sich sehr schnell (mehrere Generationen im Jahr). Dort, wo der amerikanische Flusskrebs etabliert ist, sind Unterwasserpflanzen innerhalb einiger Jahre verschwunden und Insekten, Weichtiere sowie Amphibien beinahe ausgestorben. Gut also, dass Störche und Reiher hier etwas Abhilfe schaffen können.

 

Wie weht der Wind?06/07/2017

An den jungen Störchen oben im Nest lässt sich gut beobachten, in welche Richtung es weht. Die Flugübungen über dem Nest fanden gegen den Wind statt – ebenso wie das Wegfliegen und Landen. Die Jungen machen instinktiv Gebrauch von der Thermik und dem Auftrieb des Windes. Hierfür muss der Wind unter die Flügel gelangen – der Luftdruck an der Unterseite der Flügel sorgt nämlich für den nötigen Auftrieb. Deshalb stehen die Jungen mit dem Kopf im Wind. So liess sich bei den Flugübungen beobachten, dass der auftrieb genutzt wurde, auch wenn noch nicht losgeflogen, sondern über dem Nest geschwebt wurde. Gegen den Wind zu landen ist auch nützlich, denn dieser hilft direkt beim abbremsen. Bei den jungen Störchen gelingt dies auch schon ganz gut, sie landen gezielt auf dem Nest. Dadurch, dass der Druck unter dem Flügel höher ist als über dem Flügel, entstehen starke Luftwirbel, die für mehr Luftwiderstand sorgen. Um dies zu kompensieren, sind die Federn an den Flügeln auf eine bestimmte Art strukturiert und angeordnet. So werden die Federn am äusseren Rand – die Handschwingen - gespreizt und etwas nach oben gebogen.

 

Urlaubspläne?- 04/07/2017

Es ist kaum zu glauben, aber auch die jungen Störche begeben sich schon diesen Herbst auf die grosse Reise. Aus dem Lesen der Beringungen ergab sich, dass sich fast alle jungen Störche auf den Weg machen. Manche von ihnen begeben sich nach Süd-Europa, während manche den grossen Sprung machen und sich nach Afrika begeben.

Kursbestimmung
Vögel verwenden drei Indikatoren, um ihren Kurs zu bestimmen: 
1) Sonne: Vögel wissen, dass die Sonne im Osten auf- und im Westen untergeht. Sie haben auch eine innere Uhr, die Tageslänge „beibehält“. 
2) Magnetismus: Vögel können das magnetische Feld des Nordens wahrnehmen.
3) Sterne: In klaren Nächten orientieren sich Vögel an der Position der Sterne, um z.B. den Norden zu identifizieren.

Erkennungsmerkmale 
Des Weiteren verwenden Vögel ihre Sinne, um sich zu orientieren :
1) Sehen: Die Sonne, die Sterne, aber auch andere Landschaftsmerkmale (Gerne, Flüsse etc.) sind Indikatoren. Störche folgen einander auf der Thermik und machen aus der Luft diejenigen Orte aus, wo Artgenossen auf Nahrungssuche sind oder schlafen.
2) Riechen: Es scheint, als könnten Vögel riechende Ausscheidungen und den süsslichen Geruch von Weidelandschaften (Gras, Blumen) wahrnehmen.
3) Hören: Vögel hören nicht nur auf den Ruf von Artgenossen, sondern folgen auch den Geräuschen des Winds oder des Wassers.
4) Fühlen: Es scheint, als könnten Vögel Wetterfronten fühlen, wie der Druck auf einem Barometer. So beschliessen sie, weiter zu reisen oder abzuwarten, um nicht durch schlechtes Wetter fliegen zu müssen.

Bevor es jedoch so weit ist, können wir sie hier noch sehen. Haben die Jungen ihren ersten richtigen Ausflug gemacht, sieht man sich noch am Nest, wo sie gefüttert werden und schlafen.

 

Sehr warm- 21/06/2017

Oben auf dem Nest ist es in der prallen Sonne schnell warm, vor allem bei den sommerlichen Temperaturen dieser Woche. Zum Glück weht es so weit oben auch etwas, sodass die Küken zumindest eine frische Brise spüren. Unsereins trink an solch warmen Tagen Wasser – oder wir gehen in den Schatten oder schwimmen. Aber was tun Störche?
An warmen Tagen bringen die Eltern nicht nur Futter, sondern auch Wasser zum Nest. Sie nehmen es auf dieselbe Art und Weise mit, wie auch das Futter, lassen das Wasser dann direkt in die Schnäbel der Küken laufen (das Futter wird ins Nest gespuckt).


Ebenso sitzen Störche mit geöffnetem Schnabel im Nest, wenn das Wetter zu warm ist. Sie schwitzen nicht, daher muss auf andere Weise Wärme abgegeben werden. Denken Sie hierbei an einen hechelnden Hund, der die Zunge raushängen lässt – so ähnlich ist es mit dem geöffneten Schnabel bei Störchen. 
Adulte Störche können bei warmen Wetter auch durch Pfützen oder andere flache Gewässer laufen, um sich etwas ab zu kühlen. Eventuell kann auch ein Bad genommen werden, sodass die nassen Federn etwas kühlen.


Noch eine sichtbare Art und Weise, der Hitze vorzubeugen ist Kot auf den Beinen. Die Störche entlasten sich dann auf den eigenen Beinen und Füssen, sodass die Feuchtigkeit des Kots verdampft und somit Wärme wegnimmt. Wenn man genau hinschaut, kann man zwischendurch sehen, dass die Beine der Eltern weiss sind. Auch die Küken kennen diesen Trick schon.

 

 

Federn machen den Vogel- 09/06/2017

Von Tag zu Tag wird die Federzeichnung der jungen Störche deutlicher. Auf den Flügelchen ist bereits ein breites schwarzes Band zu sehen. Auch die deckenden Federn und Schwanzfeder wachsen deutlich und haben stellenweise das Daunenkleid ersetzt. Die deckenden Feder geben den Jungvögeln Form und Farbe; darunter befinden sich die Daunen zur Isolierung. Die ebenfalls gut wachsenden Schwungfedern sind starke, lange Federn, die sich an den Flügeln befinden und zusammen die Flugoberfläche bilden. Und starke Flügel brauchen die jungen Störche, wenn sie in eigen Wochen das Nest verlassen. Die Schwanzfedern helfen beim Steuern und somit auch bei der sicheren Landung auf dem Nest. 
Vogelfedern verlangen eines an Pflege. Wenn ein Vogel die Federn putzt, tut er dies, um losgelöste Stellen wieder zu verbinden und zu glätten. Oftmals wird dabei etwas Talg verschmiert, um die Federn wasserdicht zu machen - vor allem bei regnerischem Wetter wichtig.

 

Beringt- 01/06/2017

Gestern wurde die Storchenküken beringt. Bei der Gelegenheit wurden sie auch direkt gemessen und gewogen.

Wie findet dies statt?
Da es wettertechnisch ein etwas chaotischer Frühling ist, war vor allem das Gewicht der fünf Wochen alten Küken interessant. Meistens wiegen Storchenküken in dem Alter zwischen drei und dreieinhalb Kilogramm. Was herauskam: Küken 1 (Ring 3E 808) wiegt 3200 g, Küken 2 (Ring 3E 809) wiegt 2940 g. Also fast wie der Durchschnitt.

Weitere Messungen haben ergeben:
Küken 1: Flügellänge 272 mm, Schnabel 83 mm, Kopf-Schnabel 158 mm, Tarsus 175 mm, Tarsus bis längster Zeh 258 mm
Küken 2: Flügellänge 262 mm, Schnabel 83 mm, Kopf-Schnabel 158 mm, Tarsus 170 mm, Tarsus bis längster Zeh 250 mm

Stress?
Jedes Mal, wenn Storchenküken beringt werden, sind die Helfer erstaunt, wie schnell die Eltern wieder zum Nest zurückkehren. Während des Beringens bleiben sie meist in sicherem Abstand und behalten die Situation im Auge. In Gennep landete das Männchen nur weniger Minuten auf dem leeren Nest. Wenn die Jungen wieder da sind, geht alles wieder seinen gewohnten Gang, als ob nichts geschehen wäre. Innerhalb kurzer Zeit wurde die nächste Mahlzeit serviert und die Jungen verhalten sich ganz normal.
Auch beim Beringe nselber werden oftmals keine Stresssymptome beobachtet; kein wirklich erhöhter Herzschlag oder Anspannung. Storchenjungen stellen sich bei Bedrohung tot und bleiben deshalb beim Beringen auch still liegen.

 

Die Küken wachsen- 17/05/2017

Die Storchenküken wachsen gut und mittlerweile kann man viel besser erkennen, was genau sie im Nest so treiben! 

So versuchen sie zwischenzeitlich - meistens,um sich zu erleichtern - aufzustehen. Dies glückt jedoch nicht so ganz, nach einer relativ kurzen Zeit verlieren die Küken die Balance und falle nwieder in die alte Position zurück. Aber man sieht deutliche Fortschritte!

 

Das können wir auch schon- 12/05/2017

Die Küken geben ihr Bestes, um die Eltern nachzuahmen – aber eindrucksvoll ist ihr Storchenklappern noch nicht wirklich. Man kann es zwar sehen, aber noch nicht hören – aber immerhin kippen sie schon den Kopf nach hinten über, wie es die Eltern tun.

Begrüssen
Das typische Klappern des Storches gehört zur Begrüssungszeremonie. Das Geklapper der Eltern kann für die Jungen jedoch auch bedeuten, dass Gefahr im Verzug ist. Die Jungen halten sich dann ganz still, um nicht aufzufallen. Erst, wenn die Eltern mit dem Klappern stoppen, bewegen sich die Küken wieder normal und betteln um Futter.

Zusammen gehören
Bei einem Storchenpaar fördert das Klappern auch die Beziehung der Partner. Wenn einer der beiden Partner auf dem Nest landet (in oder auf dem sich der Partner befindet), werden die Köpfe in den Nacken geworfen und fröhlich drauflos geklappert. Wenn Sie einen solchen Moment erwischen, können Sie zum Beispiel sehen, wie das Weibchen noch sitzend bereits das Begrüssungsklappern verlauten lässt. Auch nach der Paarung wird ausgiebig geklappert, sowohl vom Männchen als auch vom Weibchen.

Klappern als Verteidigung
In den ersten Wochen konnten wir des Öfteren beobachten, dass das Klappern auch verwendet wurde, um fremde Störche, die nichts in der Nähe des Nestes zu suchen haben, zu verscheuchen. Ansonsten sind Störche eher leise und lassen kaum Laute hören – mit Ausnahme des sachten Zischens, welches man nur auf kurzem Abstand hört.

  (Screenshot eingereicht von Diana Essien)

 

Mistwetter - nur zwei Küken05/05/2017

Die Kälte und das nasse Wetter haben bei den Storchenküken fatal eingeschlagen; so sind drei der fünf Küken leider den ungünstigen Umständen zum Opfer gefallen. Der Schutz durch die Eltern war in diesem Fall nicht ausreichend, um sie warm zu halten. 
Normalerweise sehen die Küken in den ersten Wochen wie kleine, weisse Daunenbällchen aus (die übrigen zwei Küken haben jedoch ein etwas graueres Daunenkleid). Sie haben noch keine Federn, um sich gegen Kälte zu schützen. Werden sie nass oder feucht, so kühlen sie überaus schnell ab. Dies ist leider mit den drei Küken passiert. Wir drücken die Daumen, dass die letzten zwei Küken gesund aufwachsen!

Fünf Küken01/05/2017

Es waren aufregende Tage in Gennep, denn fünf Storchenküken sind geschlüpft. Hier eine Übersicht:

26. April: Die ersten beiden Küken schlüpften.

27. April, 6:50 Uhr: Das dritte Küken schlüpfte.

28. April, 17:28 Uhr: Das vierte Küken schlüpfte.

30. April, gegen 17:15 Uhr: das fünfte Küken schlüpfte.

 (Screenshot eingereicht von Manuela Neumann)

(Screenshot eingereicht von Evelin Bach)

 

Das erste Küken ist da!- 26/04/2017

Heute, am 26. April, ist um 14:10 Uhr das erste Storchenküken geschlüpft! 

 

Singen und Brüten, wie man geschaffen ist - 18/04/2017

Es heisst, dass jeder Vogel so singt, wie sein Schnabel ist (auch wenn der Storch nur klappern kann) – und für das Nest gilt ebenfalls, dass jede Vogelart ihren Nesttypen hat. Ein Unterschied, den man machen kann, liegt zwischen Höhlenbrüter und diejenigen Vögel, die gerne an der freien Luft brüten.
Zu den Höhlenbrütern gehören zum Beispiel Meisen, Spechte und Eulen (in Bäumen), aber auch der Steinschmätzer und die Brandgans (in alten Kaninchenbauten). Auch innerhalb der Vogelfamilie kann es Unterschiede geben, zum Beispiel baut die Rauchschwalbe ein Nest, während die Uferschwalbe eine Höhle gräbt. 
Auch per Territorium kann es Unterschiede geben. So baut der Schwarzstorch in Deutschland zumeist Nester, während er sich in Spanien einen geschützten Steinhang in einem Berggebiet sucht. 
Der Weissstorch brütet gerne “offen”. Für einen grossen, schwebenden Flieger ist dies ideal, um das Nest gut anfliegen und verlassen zu können. Zudem hat er vom Nest aus gerne alles im Blick. So scheint ein brütender Storch es gut zu finden, wenn er/sie den Partner im Feld laufen sehen kann. Auch bei Gefahr kann so besser gewarnt werden.

Oftmals hört man auch die Frage, ob der Storch auch ein an sein Brutverhalten angepasstes Federnkleid hat. Dem ist nicht so – das Federkleid des Storches hat dieselbe isolierende Lage, die andere Vögel auch haben.: Eine Haut mit verschiedenen Arten Federn, nichts extra.

 

Eifersucht? - 30/03/2017

In letzter Zeit nahmen die Belästigungen durch fremde Störche wieder zu. Das Paar hat es ganz schön stressig!
Störche sind im Grunde recht eifersüchtige Vögel. Sehen sie ein besetztes Nest, möchten sie dieses nur allzu gerne übernehmen. Ist es nicht das Nest, ist e vielleicht ein Männchen oder Weibchen, das „abgeworben“ werden soll. Oftmals handelt es sich bei den Störchen, die es ernsthaft versuchen, um Jungtiere. Vielleicht auch in diesem Fall.

Das fünfte Ei - 31/03/2017

Das fünfte Ei wurde am 30. März um circa 21:50 Uhr gelegt.

 

Schon gewusst? - 30/03/2017

Beim Brüten bringen sich die adulten Störche nicht gegenseitig Futter – jeder geht selbst auf die Jagd und es wird sich somit beim Brüten abgewechselt. Nachts ist es jedoch generell das Weibchen, das ausbrütet.

Viertes Ei - 29/03/2017

Gestern wurde gegen 22:22 Uhr das vierte Ei gelegt, vom Zeitpunkt am Abend her etwas eher als das dritte Ei.

  (Die vier Eier, kurz nach dem Legen von Ei #4)

 

Das Storchennest - 29/03/2017

So ein Storchennest wirkt majestätisch gross – trotzdem werkeln die Störche während der Brutzeit immer wieder daran. Äste, Heu, Blätter, Wasserpflanzen…verschiedene Materialien werden darin verarbeitet.

Bei den Störchen in Gennep, die von der Webcam begleitet werden, wird zwischendurch etwas menschlicher Unterhalt am Nest betrieben. Der Grund ist, dass sich das grosse, schwere Nest auf einem Rathausturm befindet, unter dem auch Leute hindurch laufen etc. – da muss man sicher sein können, dass das Nest gut befestigt ist und nicht Teile auf einmal hinunterstützen. Deshalb wird das Nest vor der Brutsaison „aufgeräumt“, inspiziert und ggf. renoviert. Im Januar 2017 ist dies zum letzten Mal passiert: Der feste Schlamm im Inneren, der das Nest fast eben hat werden lassen, im Inneren wurde abgetragen, sodass wieder eine Nestform mit mittiger Vertiefung entstanden ist. Ebenso wurde der Nestboden erneuert und der Rand wieder darauf gesetzt.

Neben der Stabilität und richtigen Grösse , ist es für ein Storchennest auch wichtig, ausreichend wasserdurchlässig zu sein. Ein nasses Nest ist für die jungen Störche schädlich; bei anhaltender Nässe können sie eine Lungenentzündung bekommen und daran sterben. Ein Nest, in dem mehrere Jungen grossgezogen wurden, ist ein Schlammloch. Die Störche bauen immer wieder darauf weiter, sodass eine trockene Lage entsteht. So wächst das Nest bis zu über einem Meter Höhe und kann mehrere hundert bis tausend Kilogramm wiegen. 
Der anhaltende Baudrang bezüglich des Nestes dient nicht nur der Eignung des Nestes, sondern auch der Beziehung des Storchenpaars. Das gemeinsame Bauen und Wiederaufrichten schweisst die Partner weiterhin zusammen. 

 

Zwei Eier in später Abendstunde - 27/03/2017

Am 24. März schien das Weibchen etwas unruhig zu sein. Vor dem Eierlegen steht es mehrere Male auf, werkelt etwas am Nest, setzt sich wieder hin... Kurz vor 22 Uhr begann es dann mit dem Herauspressen des Eis.

Ist das Ei gelegt, so steht das Weibchen kurz auf, damit das Ei aushärten kann, danach setzt es sich wieder darauf.

Auch das dritte Ei wurde am 26. März, spät abends gelegt. Der Zeitpunkt ist circa 22:25 Uhr, es dauerte jedoch bis nach Mitternacht, bis wir alle drei Eier nebeneinander bewundern konnten.

 (Der stolze Vater mit den drei Eiern)

 

Das erste Ei - 23/03/2017

Gestern Nacht um 23:10 Uhr wurde das erste Ei gelegt. Das ei wird von den Eltern jetzt gut bewacht und das Nistmaterial wird neu angeordnet. Zwischendurch kann man es sehr gut erkennen, da es noch nicht permanent ausgebrütet wird: 

 

 

Störche brüten ihre Eier nicht direkt aus, sondern warten hiermit auf das zweite Ei. Ab diesem Zeitpunkt ist es dann wichtig, dass die Eier nicht auskühlen; Männchen und Weibchen wechseln sich beim Brüten ab. 

Aufregendes Treiben - 20/03/2017

Die eingesessenen Bewohner der Storchennestes in Gennep müssen manchmal so einiges ertragen. Letztes Jahr erreichten die Fremdbesuche ihren Höhepunkt, als die Eindringlinge den Nachwuchs bedroht haben. Und auch dieses Jahr haben, bevor die Eier gelegt wurden, bereits einige Besucher anderer Störche stattgefunden. Das Eigentum, das eigene Nest, wird natürlich so gut wie möglich verteidigt, was auch meistens gelingt.

Im März kehren die adulten Störche zu ihren Nestern zurück. Am liebsten natürlich zum bereits eingesessenen und nach Wünschen aufgebauten Nest, wo man dann auch den Partner vom Vorjahr wieder antrifft.

Aber was ist mit den jungen Störchen, die auch Frühlingsgefühle haben, jedoch noch keinen Stammplatz oder Nest? Richtig, dann muss man sich auf die Suche machen, selber ein Nest bauen… aber wenn da schon ein fertiges Nest ist, ist das natürlich viel praktischer. Dann wird um das Nest geflogen, von der Nähe aus beobachtet, geklappert und sich von der stärksten Seite präsentiert. Dieses bedrohliche Verhalten wird natürlich von den Nestbesitzern erwidert – man hört sie deutlich klappern , wenn Eindringlinge in der Nähe sind.

Bisher sieht es für „unsere“ Storche gut aus; sie werden ihr Nest wohl nicht so schnell aufgeben und sind bisher auch souverän mit Eindringlingen umgegangen. 

 

Die Live-Webcams werden mit freundlicher Unterstützung des Projektes „Beleef de Lente“ der Vogelbescherming Nederland zur Verfügung gestellt (das Logo der Organisation finden Sie auch in den Übertragungen zurück). Das Projekt wird den Frühling über von Spenden und ehrenamtlicher Arbeit unterhalten. 

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