Wie kümmern sich Vögel um ihren Nachwuchs?

Der Frühling ist da und man hört mehr Vogelgesang, man sieht vielleicht den ein oder anderen Vogel bei der Suche oder dem Zusammentragen von Nistmaterial – und vielleicht schon den Anfang eines Vogelnestes im Baum oder der Hecke… Aber wie geht die Aufzucht der Jungen eigentlich von statten?

Füttern, Füttern, Füttern

Nachdem die Eier gelegt wurden, geht es an das Ausbrüten. Diese Zeitpanne variiert von Vogelart zu Vogelart – wichtig ist jedoch bei allen, dass zwischendurch genug Nahrung zu sich genommen wird, um die Körpertemperatur – und dadurch auch die Temperatur der Eier- konstant warm zu halten.  Sind die ersten Küken geschlüpft, so werden sie i.d.R. so lang von ihren Eltern versorgt, bis sie eigenständig das Nest verlassen. Dies heist auch wieder: Futter, Futter, Futter! Die Küken brauchen viel Nahrung, um zu wachsen – vor allem, wenn es ein recht grosses Gelege ist, wie es  beispielsweise häufig bei den Kohlmeisen zu finden ist.  Blaumeisen beispielweise wird nachgesagt, dass sie ihre Jungen alle fünf bis zehn Minuten mit Futter versorgen – und zwar den ganzen Tag über.  Sie können die gstressten Vogeleltern mit geeignetem Futter unterstützen: Fettfutter und/ oder Sämereien für die Eltern – Insekten, die die Eltern an die Jungen verfüttern können.

Eine besondere Art, die Jungen zu füttern, kann bei Tauben beobachtet werden. Diese produzieren ein Sekret, welches Kropfmilch genannt wird, um ihre Jungen zu füttern.  Die Küken nehmen ausschliesslich diese Kropfmilch in den ersten Wochen zu sich, bevor  sie von den Eltern an feste Nahrung herangeführt werden.  

Die Jungen schützen

Natürlich wird den Jungen nicht nur Nahrung geboten, sondern auch Schutz. Die meisten Vogelarten tun ihr Bestes, um den Nachwuchs vor potenziellen Gefahren zu schützen. Wenn die Vogeleltern eine Bedrohung in der Umgebung des Brutplatzes sehen, versuchen sie oftmals, den Eindringling zu vertreiben. Dies beinhaltet das Ausstossen eines lauten Alarmrufes, das Anfliegen des Eindringlings sowie die physische Belästigung und direkten Angriff. Eindringlinge, gegen die diese Massnahmen häufig ergriffen werden, sind Eulen und andere Greifvögel – aber auch Katzen, Füchse und selbst Menschen können von dieser Massnahme betroffen sein, bis sie sich hinweg trollen.

Vielleicht sind die Aaskrähe der bekannteste “Mobber” – sie vertreibt auch Eindringlinge auf diese Art, die so gross sind wie Steinadles. Das muss man sich erst einmal trauen! Krähen können aber auch selbst dem Abwehrverhalten zum Opfer fallen, denn sie sind dafür bekannt, sich an anderer Vögel Nachwuchs zu vergreifen, wenn sie an einem Nest vorbeikommen.

Versorgung im Nest

Die Zeit, die die Küken im Nest verbringen, ist stark von der jeweiligen Art abhängig. Singvögel sind zumeist nach ein paar Wochen nach dem Schlüpfen bereit, das Nest zu verlassen. Einige Greifvögel hingegen verbringen bis zu drei Monate im Nest, bis sie die Obhut der Eltern verlassen. Enten und Gänse sind viel mobile und reifer, wenn sie schlüpfen, als andere Vogelarten. Sie können bereits kurz danach den Eltern folgen.  

Kleverer Kuckuck?

Während die Mehrheit der Vogelarten ihren Nachwuchs selber aufzieht, bedient sich der Kuckuck dem Einsatz der anderen. Bekannt als Brut-Parasit, platziert er seine Eier in den Nestern anderer Vogelarten (z.B. Wiesenpieper und Heckenbraunelle), welche dann den fremden Nachwuchs aufziehen. Nach dem Schlüpfen entfernen die Kuckucksjungen sogar andere Eier oder Küken aus dem Nest, um die ungeteilte Aufmerksamkeit der Adoptiveltern zu haben und alle Ressourcen für sich nutzen zu können. Dies ist auch notwendig, denn Kuckucks sind viel grösser als die Vogelart, in deren Nester sie ihre Eier ablegen – die Kuckucksjungen werden in Nullkommanichts ihre Adoptiveltern in Grösse überholen. Dieses Brutverhalten ist alles andere als fair – aber man muss dem Kuckuck lassen, dass es eine effiziente Art der Jungenaufzucht ist.

 

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