Wie man Vögeln in der Stadt helfen kann

Die Urbanisierung macht es den Vögeln schwer,  natürliche Nahrungsquellen zu finden. Vor allem, wenn die Gartengestaltung zunehmend Steinflächen und -elemente statt bewachsene Grünflächen beinhaltet. Es ist nicht schwierig, Ihren Garten oder Balkon dazu zu nutzen, Gartenvögeln oder anderen Gartentieren zu helfen - selbst, wenn es nur eine kleine Fläche sein sollte.  

Nistmöglichkeiten

Sperlinge, Stare und Schwalben sind klassische urbane Vogelarten, die unser Häuser als Nistgelegenheit nutzen, anstatt der Küsten oder Baumhöhlen, die sie früher bevorzugt hätten. Aber es gibt auch viele andere Vogelarten, die in städtischen Regionen angetroffen werden. Selbst wenn sie einen höher gelegenen Balkon oder einen Garten auf dem Dach haben, können Sie Rotkehlchen, Kohlmeisen und Blaumeisen beobachten; diese Vogelarten nehmen gerne bereitgestellte Nistkästen als Brutplatz oder Unterschlupf an. Der ideale Zeitpunkt, einen Nistkasten aufzuhängen, ist der Herbst. Dann bietet der Nistkasten sowohl Schutz vor strengeren Wettergegebenheiten als auch einen Brutplatz im Frühling, mit dem Vorteil, dass die Vögel direkt genug Zeit haben, sich an den Kasten zu gewöhnen. Aber auch am Frühlingsanfang können noch Nistkästen aufgehängt werden. 

Zu den Nistkästen

 

Futter

Das fragmentierte Habitat, welches in Stadtgegenden gegeben ist, kann dafür sorgen, dass einige Vogelarten Phasen erleben, in denen sie nicht genug Futter finden. Die Vogelfütterung im Winter ist in Deutschland eine lange Tradition, aber  in den letzten Jahren wurde auch zu einer angepassten Ganzjahresfütterung aufgerufen, u.a. von den Ornithologen Prof. Dr. Bertold und Prof. Dr. Martin Kraft. Die Ganzjahresfütterung betont den noch stets hohen Nahrungsbedarf im Frühjahr und ermutigt, geeignetes Futter auch noch in den Frühlings- bis Sommermonaten anzubieten. So können die adulten Vögel ihren eigenen Bedarf an den Futterstellen decken und den Jungvögeln die gefangenen Insekten überlassen, welche in vielen Gegenden leider einen Rückgang in ihren Beständen zeigen.

Je nach Vorliebe und Platz können Sie unterschiedliche Futtersorten anbieten. Ob Fettfutter oder Samenmischung - es ist wichtig, dass das Futter aus hochwertigen Zutaten besteht und so viel Energie wie möglich liefert. Die Möglichkeiten sind gross; ob Erdnussbutter für Gartenvögel, Energieblöcke, Meisenknödel, Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, unkrautfreie Saatmischungen, Mischungen für spezifische Vogelarten - es ist bestimmt auch etwas Passendes für Ihren Garten oder Balkon und die vorkommenden Vogelarten geeignet. Möchten Sie möglichst vielen Vögeln helfen, so empfiehlt es sich, mehrere Futtersorten bzw. Futterstellen zugleich anzubieten. So gibt es keinen Streit und die Vorlieben der Vögel (Saatfresser, Insektenfresser etc.) können berücksichtigt werden. 

Zum Vogelfutter

 

Futtersysteme

Es gibt zahlreiche Futtersysteme, in denen Sie Vogelfutter anbieten können. Denken Sie an Vogelfutterhäuser oder -häuschen aus Holz, in denen Sie Vogelfutter ausstreuen können. Alternativ können Sie auch Holzhäuschen aufhängen, in denen Saatmischungen kontrolliert nachrieseln können oder in denen Fettfutter guten Halt findet.

Eine weiteres, bekanntes System sind Futtersäulen oder Vogelfuttersilos. Die speziellen Futtersäulen von Vivara sind so konstruiert, dass die Vögel in natürlicher Haltung fressen können - dafür sorgt der ergonomisch geformte, runde Sitzring.  So haben die Vögel stets noch Überblick über die Futterstelle, sollte Gefahr im Verzug sein. Ausser den verschiedenen Grössen von 23 cm bis 123 cm Länge, sind diese Vogelfuttersäulen auch für die Anbringung an Fensterscheiben erhältlich. Für Balkone gibt es zudem extra Futtersysteme, die an dem Balkongitter befestigt werden können. So können Sie das Beste auf dem Platz machen, der Ihnen gegeben ist, auch bei Kleingärten und Balkonen. 

Zu den Vogelfuttersystemen

 

Tierfreundliche Bepflanzung
Egal, wie klein der Platz ist - es ist trotzdem möglich, einen kleinen tierfreundlichen Garten anzulegen. Mini-Schmetterlingsflieder / Mini-Sommerflieder  und nektarreiche Staudenpflanzen können auch sehr gut in Töpfen wachsen und sind für Bienen, Schmetterligen und andere Nützlinge attraktiv. Herbstfarbenpflanzen wie Hartriegel und Zwergmispeln  produzieren beide Sommerblüten, die Insekten mit Nahrung versorgen, gefolgt von Beeren, die Vögeln als Nahrung dienen. Es lohnt sich auch, Obststräucher wie Blaubeeren, Himbeeren o.ä. anzupflanzen - davon haben sowohl Sie als auch die Tiere etwas!

Andere Arten, Gartentieren in der Stadt zu helfen - neben dem Bereitstellen von Nistkästen, Futter und Pflanzen - sind das Anbringen eines Insektenhotels (für z.B. Solitärbienen), eine Fledermauskastens oder einer Vogeltränke. Haben Sie einen Garten, der von Igeln oder Eichhörnchen frequentiert wird, so können Sie diesen spezielles Futter (Igelfutter, Eichhörnchen-Futterautomat mit Nussmischungen) und Häuser (Igelhaus, Igelfutterhaus oder Eichhörnchen-Wohnhaus) zur Verfügung stellen.

Kurzum: Egal wie gross oder klein Ihr Garten oder Balkon sein mag, Sie können immer etwas tun, um unseren heimischen Gartentieren zu helfen! 

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