Über den Kleinen Fuchs
Der Kleine Fuchs (Aglais urticae) gehört zu den bekanntesten Tagfaltern Europas und begeistert mit seiner leuchtenden Färbung. Die Flügel sind kräftig orange bis rotbraun gefärbt und mit schwarzen sowie gelben Zeichnungen verziert. Besonders auffällig ist der Saum der Flügel, der von einer Reihe schimmernder blauer Flecken eingerahmt wird.
Der Kleine Fuchs ist von den ersten warmen Frühlingstagen bis in den Herbst hinein in Gärten, Parks, Wiesen und an Waldrändern zu beobachten. Wie das Tagpfauenauge überwintert er als ausgewachsener Schmetterling und kann deshalb bereits sehr früh im Jahr aktiv werden.
Seine Raupen entwickeln sich ausschließlich auf Brennnesseln. Deshalb sind Brennnesseln eine der wichtigsten Futterpflanzen für den Kleinen Fuchs. Wer in einer ruhigen Ecke des Gartens einige Brennnesseln wachsen lässt, schafft einen wertvollen Lebensraum für diese und viele andere heimische Schmetterlingsarten.
Bildergalerie
Spezifikationen
| Wissenschaftlicher Name |
Aglais urticae
|
|---|---|
| Familie |
Nymphalidae
|
| Verbreitung/ Lebensraum |
Der Kleine Fuchs ist in Österreich weit verbreitet und kommt von blütenreichen Wiesen und Waldrändern im Tiefland bis weit hinauf in die Alpen vor. Sonnige Brennnesselbestände sind besonders wichtig, da sie den Raupen als Futterpflanze dienen. Der Kleine Fuchs überwintert als erwachsener Falter an geschützten Orten und kann deshalb schon an den ersten warmen Frühlingstagen unterwegs sein.
|
| Ernährung |
Das Rotbraune Ochsenauge ernährt sich als erwachsener Falter vom Nektar verschiedener Wildblumen und blühender Sträucher. Die Raupen leben von verschiedenen Gräsern. Du hilfst der Art daher besonders mit nektarreichen Blüten und indem du einige Bereiche mit höher wachsenden Gräsern im Garten stehen lässt.
|
| Höhe |
40-50mm
|
| Gewicht |
1g
|
| Lebenserwartung |
4 - 8 maanden
|
| Brutzeit |
Februar
|
| Nistverhalten |
Der Kleine Fuchs baut kein Nest. Das Weibchen legt seine Eier in größeren Gruppen an Brennnesseln ab. Die jungen Raupen leben zunächst gemeinsam und schützen sich in einem Gespinst. Sonnige, geschützte und ungestörte Brennnesselbestände bieten daher besonders wertvolle Bedingungen für die Fortpflanzung.
|
| Klang |
Kleine Füchse haben keinen erkennbaren Gesang oder Ruf. Für das menschliche Ohr sind sie nahezu lautlos und kommunizieren hauptsächlich über visuelle und chemische Signale statt über Geräusche.
|
| Merkmale |
Der Kleine Fuchs hat leuchtend orangefarbene Flügel mit einem kontrastreichen Muster aus schwarzen und gelben Flecken. Besonders charakteristisch ist die Reihe kleiner blauer Flecken entlang der äußeren Flügelränder. Die Unterseite ist wesentlich dunkler und marmoriert und bietet dem ruhenden Falter eine gute Tarnung.
|
| Nachwuchs |
Das Weibchen legt an die Unterseite eines Brennesselblattes ihre Eier ab. Wenige Tage später schlüpfen die Raupen, die sich von der Brennessel ernähren. Der Schmetterling, der nach ca. 12 Tagen aus der Puppe schlüpft, sucht nach nektarhaltigen Blüten.
|
Häufig gestellte Fragen zu Kleiner Fuchs
Überwintert der Kleine Fuchs als Schmetterling?
Der Kleine Fuchs gehört zu den wenigen Faltern, die als erwachsene Tiere an kühlen, feuchten Orten wie Schuppen, Kellern oder Baumhöhlen überwintern. Deshalb sieht man ihn oft schon bei den ersten Frühlingssonnenstrahlen fliegen. Findest du einen im Haus, setze ihn vorsichtig in einen unbeheizten Schuppen um.
Ist der Kleine Fuchs in Österreich häufig?
Der Kleine Fuchs ist in Österreich weit verbreitet, seine Häufigkeit kann aber von Jahr zu Jahr stark schwanken. Brennnesseln sind die wichtigste Raupenfutterpflanze; blütenreiche Gärten bieten den erwachsenen Faltern Nektar.
Wo legt der Kleine Fuchs seine Eier ab?
Immer auf der Großen Brennnessel, der Futterpflanze der Raupen. Das Weibchen legt große Eipakete auf sonnig stehenden Brennnesseln ab, zum Beispiel an Wegrändern. Eine sonnige Brennnesselecke im oder am Garten ist für diese Art daher besonders wertvoll.
Wie lockt man den Kleinen Fuchs in den Garten?
Pflanze nektarreiche Kräuter und Sträucher wie Sommerflieder, Fetthenne und Herbstaster. Sorge außerdem für große Brennnesseln an einem sonnigen Platz als Futterpflanze der Raupen. Verzichte auf Pflanzenschutzmittel, denn Schmetterlinge und Raupen reagieren darauf sehr empfindlich.



